Manuskriptabgabe: Das nächste Buch geht auf die Reise – Geheimnisvolle Orte in Mecklenburg

Lost Place M-V

Ein schönes Gefühl: Mauskript abgegeben. Für den Bruckmann-Verlag durfte ich 33 geheimnisvolle Orte in Mecklenburg besuchen und ihre Geschichte erzählen. „Lost & Dark Places“ heißt die Reihe. Verlassene Orte, Ruinen, auch mystische oder gespenstische Orte. Ehemalige Gutshäuser, zerbröselnde Schweineställe der alten LPG, Bunkeranlagen der Roten Armee, Piratennester und Folterkeller der Hexenprozesse aus dem 17. Jahrhundert. Spannend für mich: Ich durfte die Orte zwischen Elbe und Ostsee besuchen, den Hauch der Geschichte atmen und horchen, was die Mauerreste mir aus vergangenen Jahrhunderten zu erzählen hatten. Und ich durfte bewegende Geschichte schnuppern: Mecklenburg wurde in seiner Geschichte von etwa sieben verschiedenen herzoglichen Linien in sechs Teilherzogtümern regiert. Später gehörte es fünf verschiedenen Staatsformen an, die alle ihre Spuren und Ruinen hintzerliessen. Und jede dieser Epochen hinterließ seine Spuren und Geschichten.

Auf den Spuren von Fallada und Störtebeker

Okay, es waren nicht nur Vergnügungsreisen. Ich durfte auch meine Grenzen austesten. Sonnenschein und Hochsommer sollte schon mal nicht sein, da die Orte ja gespensterhaft und verlassen sein sollten. So spazierte ich im November um acht Uhr in der Frühe an der Steilküste der Ostsee entlang. Ich kämpfte mich bei Regenwetter durch meterhohes Gras für eindrucksvolle Fotoperspektiven von ehemaligen Flugfeldern. Sehr spannend war dann die Recherche, denn ich wollte vor allem die Geschichten der Orte erzählen. Nicht unbdingt die Anzahl baufälliger Treppen. Die Historie der Umbauten, Zwischennutzungen, Schicksalsschläge und oftmals der Grund für jahrelangen Leerstand weckte meinen Forschergeist. Oftmals war es nicht einfach, all das in Erfahrung zu bringen. Bedeutende Persönlichkeiten der Geschichte halfen mir dabei: So war ich auf den Spuren von Hans Fallada, Fritz Reuter, Queen Charlotte, dem Generalfeldmarschall Blücher und dem legendären Piratenkapitän Klaus Störtebeker auf der Spur.

Nach vielen Monaten des Schreibens und Recherchierens konnte ich das Manuskript nun beim Verlag abgeben. Ein erhebendes doch auch mulmiges Gefühl. Denn jetzt zählt es, das ist nun mein Buch. Es folgt noch ein Lektorat und die Endabnahme. Wenn alles gut verläuft, darf ich es in diesem Herbst in Händen halten!

Und bis dahin? Langweilig wird mir nicht, denn es gibt ja im schönsten Bundesland der Welt nicht nur Mecklenburg, sondern auch Vorpommern.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.