Ein Jahr, viele Puzzlestücke – Blogwerk 2025

Ein Jahr, viele Puzzlestücke – Blogwerk 2025
Puzzlestücke ergeben ein Jahr: Stationen 2025

2025 – Ein Jahr fügt sich zusammen

Es gibt Jahre, die fühlen sich an wie eine To-do-Liste.
Und es gibt Jahre, die fühlen sich an wie ein voller  Tisch, auf dem vertraute Dinge liegen, die man benutzt hat, die sich langsam ordnen: Bücher, Notizen, Fotos, Eintrittsbänder, ein Stift, den man ständig sucht. 2025 gehörte für mich zur zweiten Sorte.

Mein erstes komplettes Jahr in der Vollzeit-Selbstständigkeit.
„Projekt 100 %“ nannte ich es im September. Was ein Plan war, war doch vor allem Alltag.
Aufstehen, schreiben, fahren, reden, zuhören, entscheiden, manchmal zweifeln und umentscheiden, aber immer: machen, weiter machen, besser machen.

Und zwischendurch das kleine, doch kontinuierliche Ansinnen, jede Woche einen Moment festzuhalten, der bleibt.


Die Ausstellung – als plötzlich alles da war

Der eindrücklichste Punkt dieses Jahres war die Ausstellung von Fotos des Stadtmagazins SELMagazin, die SELMomente in der Burg Botzlar.

Sie war nicht groß, aber sehr greifbar. 

Wo vorher Wochen, Fotos und Ideen waren, hingen plötzlich Bilder an Wänden. Menschen standen davor. Redeten. Erkannten Orte wieder. Blieben stehen. Und ein Kalender lag auf dem Tisch. 

Ich erinnere mich an den Augenblick vor der Eröffnung, als alles vorbereitet war und man nichts mehr verbessern konnte.
Dieses kurze Schweigen vor dem ersten Gespräch.
Und dann füllte sich der Raum.

Es war ein Moment von, einfach machen und durchhalten, bis etwas Sichtbares entsteht. 


52 Wochen – und die Erkenntnis, dass ein Jahr nicht laut sein muss

Im September schrieb ich bereits den Rückblick auf mein erstes Jahr in Selbständigkeit: ein Jahr „100 % Blogwerk“.
52 Wochen. 8 Bundesländer. Viele Kilometer.

Das Entscheidende dort war nicht die Strecke, sondern der Rhythmus.

Arbeiten, unterwegs sein, zurückkommen.
Texte, Termine, Schreibtisch.
Nicht spektakulär – aber schon bald eine vertraute Mischung.

Ein Jahr trägt sich nicht allein durch Höhepunkte.
Es trägt sich durch Wiederholung, Rituale.


Geschichten und Menschen

Lesungen waren in diesem Jahr keine Zubrot, sondern ein zentraler Kern.
Schwerin, Wustrow, Stavenhagen, Münster-Wolbeck.
Manchmal große Säle in der Stadtbibliothek, manchmal pittoreske Häuser einer Kurverwaltung, manchmal auch kleine Tische mit Kaffee.

Was mich daran immer wieder berührt:
Texte verändern sich, wenn Menschen davor sitzen, wenn ich Reaktionen spüre.
Lachen an Stellen, an denen man sie nicht erwartet.
Stille an der falschen Stelle – und plötzlich stimmt aber alles.

Nicht zu vergessen die Lesungen mit der Schweriner Lesebühne 3 auf A4, das pointierte, humorvolle Fach. 

Das sind Momente, die bleiben.


Filmkunstfest – eine Woche kompakt

Das Filmkunstfest MV war auch 2025 wieder ein Brennglas.
Filme, Gespräche, Moderation, Organisation. Einige Wochen intensiver Vorbereitung, sechs Festivaltage im kompakten Schnelldurchlauf. 

Was ich daran mag:
Geschichten enden nicht mit dem Abspann. Sie beginnen oft erst im Gespräch danach.


Wandern, schreiben, ein Buch im Sinn

Ein sehr stiller, sehr schöner Moment:
das neue Buch in den Händen – „Märchenhaft Wandern – Münsterland“.
Arbeit, die plötzlich Gestalt annimmt.

Und weitere Aspekte aus dem „Verlag“:
Shop, E-Book, Dateien, Formate, Veröffentlichung von Stimme und Präsenz im Selbstcoaching entwickeln als E-Book im Verlag Blogwerk.

Ebenso reale Dinge, die das Licht der Welt erblickten.

Dazu die Recherche für Lost & Dark Places – Sachsen-Anhalt:
suchen, fahren, Orte erkunden, weiterfahren.
Geschichten finden, sie innerlich sortieren und sie dann zu erzählen.


Selm – der Mittelpunkt

Zwischen allem Unterwegssein war Selm das Verlässliche.
Altstadt, Werbegemeinschaft, Stadtfest, Adventsmarkt, Gespräche, auch das SELMagazin.

Und der Schreibtisch.
Stapelabarbeiten.
Dinge sortieren, die sich angesammelt haben.

Manchmal ist genau das die eigentliche Arbeit.


Was mir 2025 gezeigt hat

Ich arbeite am besten im Rhythmus.
Ich brauche das Draußen genauso wie den Tisch am Fenster mit Blick auf die Straße.
Auch will ich die Richtung klarer setzen: weniger Streuung, mehr Tiefe (Notiz an mich).

2025 war nicht das Jahr der großen Durchbrüche.
Es war das Jahr, in dem sich vieles gesetzt hat. Vieles hat sich ergeben, gefügt, manches von selbst, manches als Entscheidung.

Wie Dinge, die man eine Zeit lang benutzt, bis man merkt:
Jetzt gehören sie hierhin, zu mir.

Agentur Blogwerk • Oliver Hübner • Ludgeristraße 32b • 59379 Selm • post@agentur-blogwerk.de

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