Zwei alte Männer

Storytelling und SEO – der Weg zum besten Content

Zwei alte Männer

Dem Menschen …

Storytelling und SEO. Geht das zusammen?

… aber ich schreibe doch für Menschen und nicht für Algorithmen?

SEO: Suchmaschinenoptimierung

Die Frage, für wen ich schreibe und was ich dabei beachte, stelle ich mir sehr häufig. Der Zwiespalt: für Suchmaschinenbots zu schreiben folgt anderen Regeln, als für ein menschliches Publikum zu schreiben. Das eine erfordert Klarheit und Strukturiertheit, das andere Elemente, die neugierig machen, mit der Fantasie spielen. Aber wenn ich nicht auch für die Such- und Bewertungsalgorithmen schreiben, finden mich weniger Leser, mithin weniger Menschen. Und nun? Auf reine Mundpropaganda und Likes in Sozialen Medien mag ich (noch) nicht setzen. Der Weg ist die goldene Mitte:

So viel Story wie möglich und so viel SEO-Schreibe wie nötig. 

Wie kommt ein guter Blogartikel zustande? Durch den Einsatz von Storytelling und SEO. Auf die Mischung kommt es an.

Schreiben für den Menschen oder für die Maschine?

Also los: Ich schreibe einen Blogbeitrag, habe ein gutes Konzept, bin völlig drin im Thema, die Finger fliegen nur so über die Tastatur, ich finde schöne Formulierungen und redigiere meinen Artikel nochmals. Bin überzeugt bis begeistert, also kann ich jetzt veröffentlichen? Nö: meine SEO-App gibt mir kein grünes Licht. Zwischen Abschnitt zwei und Abschnitt drei sind mehr als 300 Wörter, ich möchte bitte eine Zwischenüberschrift einfügen. Dadurch bekäme der Artikel eine bessere Lesbarkeit.

Das sagt mir eine Maschine, genauer ein Algorithmus, der berechnet, wie gut ein anderer Algorithmus meinen Artikel bewertet und in Suchmaschinen listet. Für eine bestimmt Suchmaschine vermute ich.

Und nun fängt mein Dilemma an. Absätze mit Zwischenüberschriften einzufügen sehe ich ja noch ein, dadurch erhöht sich der Lesegenuss für meine Zielgruppe aus Fleisch und Blut. Aber weshalb muss nun mein Begriff, für den ich gerne in Suchmaschinen gefunden werden möchte, nehmen wir als Beispiel „Storytelling und SEO“, am Idealfall 3% des Textes ausmachen und bei Kombinationen aus mehreren Begriffen in dieser Kombination auftauchen? Wäre nicht eine Textstelle mit „Storytelling vs. Suchmaschinenoptimierung“ ebenso aussagekräftig? Für einen Leser, der sich für diese Thema interessiert in jedem Fall, also kann ein Programmierer in Mountain View, Ca.das doch auch seinem Bot beibringen?

Was kann denn so ein Bot? Er ist nicht dumm, nur stur und folgt (mindestens) 200 Regeln

Kann er, doch muss er natürlich einige Regeln aufstellen, welche Seiten oben gelistet werden. Diese Regeln sind nicht einmal hoher Geheimhaltung unterworfen, sondern ganz öffentlich zugänglich.

Und natürlich möchte ich, dass interessierte Leserinnen und Leser meine Seite finden und ich möchte mich nicht drauf verlassen, dass meine Twitter und Facebook-Freunde den Artikel so toll finden, dass sie ihn teilen.

Bleibe ich also beim wohlformulierten, ausfabulierten Artkel oder verbiege ich ihn botgerecht?

Is klar: beides! Ich gehe den Kompromiss ein, dass ich dort, wo ich das ein oder andere verbessern kann es auch mache, aber nur so weit, dass ich dadurch die Sprache und den Aufbau des Artikels nicht komplett dem Algorithmus unterwerfe.

Frau und Roboter

… oder der Maschine erzählen?

Wohin neigt sich die Waage – Storytelling oder SEO?

Eine 100%ige Fixierung auf Suchmaschinenoptimierung

… bedeutet für mich, dass ich mich sowohl inhaltlich als auch formal nach dem gängigen Belohnungsalgorithmus der Suchmaschinenbots richte. Inhaltlich, denn ich muss nun für alle gängigen Suchbegriffe eine „Landingpage“ erstellen, also eine genau für diesen Begriff, von dem ich erwarte, dass mein Zielpublikum sie sucht, optimierte Seite. Und formell, denn ich achte auf 3% Keyworddichte, Wörterzahl pro Abschnitt und Zwischenüberschriften.

Meine Überschriften sind hart kalkuliert, etwa:

Storytellig und SEO – 17 Tipps für das goldene Verhältnis

Eine 100%ige fokussierung auf Storytelling

… bedeutet, dass ich frei fabuliere, schöne Satzkonsturkte bilde und eine Geschichte für die Internetseite so schreibe, wie ich sie in mein Tagebuch schreiben würde oder im Kollegenkreis erzähle.

Meine Überschrift wähle ich assoziativ oder symbolisch, die Fantasie ansprechend, etwa:

 Für Mensch oder Maschine schreiben? So viel Geschichte muss rein!

 

Wie viel Storytelling darf sein, wieviel SEO muss sein?

Meine Waagschale wird immer zum Storytelling hin tendieren, aber ich gehe einen Kompromiss ein, um auch in Suchmaschinen gefunden zu werden. Also lautet meine Überschrift:

Als Kompromiss wähle ich so ein Zwischending:

 Storytelling und SEO – der Weg zum besten Content

Warum Storytelling doch zum Erfolg führt

Die Methode Storytelling enthält für mich vor allem eins, das Prinzip des Erzählens. Das Medium Blog ist per se schon ein Erzählendes im Vergleich zu statischen Seiten.

Gegenüber einer festen Seite bietet ein Blog laufend frischen Inhalt. Und guter Content, wie auch von offizieller Seite bestätigt wird, wird von Suchmaschinen belohnt.

Bin ich als Leser einmal auf einer Seite gelandet, denn lese ich lieber weiter, wenn ich merke, hey, hier hat mir jemand etwas zu erzählen. Eine Seite, die auf Storytelling achtet, wird also längere Verweildauern haben, als eine optimierte Seite. Sie wird letztendlich aufmerksamer gelesen, denn eine Geschichte verführt uns dazu, uns an etwas zu erinnern. Wahrscheinlich wird sie auch häufiger Freunden empfohlen und in Netzwerken geteilt.

Nicht nur das, ich teile auf Twitter und verlinke, wenn ich zu einem ähnlichen Thema selbst etwas verfasse. Und links und geteilte Inhalte vergrößern die Reichweite, also auch die Findbarkeit und letztendlich so die Position auf Suchmaschinen.

Eigentlich widersinnig: wenn der Artikel erst gefunden wird, wird er auch besser gefunden.

Ist also Storytelling nicht das bessere SEO?

Die Antwort darauf ist einfach: Ja, denn als Leser lese ich eine Geschichte lieber, als einen optimierten Text. Mit der Einschränkung, dass es mir nichts nutzt, wenn ich guten Inhalt gar nicht erst finde.

Fazit:

Schreibe schöne Geschichten, dann werden Deine Leser Dein Blog gerne weiterempfehlen. Um aber zunächst eine größere Reichweite zu gewinnen, musst Du mehr tun, als auf eine gute Position aus Suchmaschinen zu hoffen.

 

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